BMC

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Business Continuity Management (BCM) gewinnt für Unternehmen jeder Branche zunehmend an Bedeutung. BCM ist ein Differenzierungsmerkmal, schafft Vertrauen, stärkt die Reputation und unterstützt die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen.

Globale Vernetzung, steigende Abhängigkeit von IT-Systemen, regulatorische Vorgaben sowie wachsende Cyberbedrohungen führen dazu, dass Organisationen permanent mit Risiken konfrontiert sind, die ihre Betriebsfähigkeit beeinträchtigen können. Ziel des BCM ist es, diese Risiken beherrschbar zu machen und sicherzustellen, dass geschäftskritische Prozesse auch unter aussergewöhnlichen Umständen aufrechterhalten oder innerhalb akzeptabler Zeit wiederhergestellt werden können.

Inhaltsverzeichnis

1. Festlegung der Prioritäten im Notfall
2. Schnellstmögliche Restabilisierung des Betriebs
3. In Stresssituationen handlungsfähig bleiben
4. BCM-Prozessverantwortung bleibt beim Kunden
5. Kontinuierlicher Verbesserungsprozess
6. BCM ist ein Reputationsfaktor
7. BCM-Strategie mit konkreten Umsetzungsplänen

Festlegung der Prioritäten im Notfall

Ein effektives BCM folgt einem strukturierten, ganzheitlichen Ansatz. Die Grundlage bildet dabei die Business Impact Analysis. Sie identifiziert und bewertet jene Prozesse, deren Ausfall schwerwiegende Auswirkungen auf Kunden, Partner oder interne Abläufe hätte. Für jeden dieser Prozesse werden Abhängigkeiten, Ressourcenbedarf, maximale Ausfallzeiten sowie Wiederherstellungsanforderungen definiert. Diese Analyse ist entscheidend, um die Prioritäten im Notfall eindeutig festzulegen.

Schnellstmögliche Restabilisierung des Betriebs

Auf Basis der Business Impact Analysis werden anschliessend geeignete Strategien und Massnahmen entwickelt, um die definierten Anforderungen zu erfüllen. Dazu zählen beispielsweise redundante Systemumgebungen, alternative Arbeitsstandorte, organisatorische Massnahmen oder spezielle Disaster-Recovery-Konzepte. Insbesondere im technologischen Bereich spielen klar definierte Wiederanlaufzeiten (RTO) und Datenwiederherstellungspunkte (RPO) eine zentrale Rolle, um den Geschäftsbetrieb schnellstmöglich stabilisieren zu können. Technische Schutzmechanismen wie Monitoring, Segmentierung oder Backup-Strategien ergänzen diese Massnahmen und reduzieren die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses.

«BCM sichert auch in Notsituationen die Aufrechterhaltung oder rasche Wiederherstellung geschäftskritischer Prozesse.»

In Stresssituationen handlungsfähig bleiben

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des BCM ist das Notfall- und Krisenmanagement. Damit Unternehmen in Stresssituationen handlungsfähig bleiben, müssen Rollen, Verantwortlichkeiten und Eskalationswege klar definiert sein. Ein geschultes Krisenteam ermöglicht es, im Ereignisfall schnell Entscheidungen zu treffen, Schäden zu begrenzen und die interne sowie externe Kommunikation zu steuern. Transparente, strukturierte Abläufe erhöhen die Reaktionsgeschwindigkeit und reduzieren das Risiko von Fehlentscheidungen.

BCM-Prozessverantwortung bleibt beim Kunden

Wichtig ist dabei: Die Verantwortung für das Business Continuity Management liegt grundsätzlich bei den Unternehmen selbst. Managed Service Provider können zwar technische Redundanzen bereitstellen, Wiederherstellungsoptionen anbieten oder bei der Entwicklung von Notfallplänen unterstützen – aber sie können das BCM nicht vollständig übernehmen. Die Entscheidung über kritische Prozesse, die Priorisierung sowie die Ausgestaltung der übergeordneten Continuity-Strategie müssen unternehmensintern definiert werden. Service Provider liefern Bausteine, doch der Gesamtprozess bleibt ein Managementthema des Kunden.

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

Damit BCM wirksam bleibt, darf es nicht als einmaliges Projekt verstanden werden. Moderne Organisationen setzen auf einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Dazu gehören regelmässige Tests, Übungen und Audits, mit denen Notfallpläne überprüft und Schwachstellen identifiziert werden. Auch Veränderungen in der IT-Landschaft, organisatorische Anpassungen oder neue regulatorische Vorgaben müssen fortlaufend berücksichtigt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass das BCM jederzeit den aktuellen Anforderungen entspricht und im Ernstfall zuverlässig funktioniert.

BCM ist ein Reputationsfaktor

Für Unternehmen bedeutet ein robustes Business Continuity Management nicht nur erhöhte Widerstandsfähigkeit, sondern auch ein strategisches Differenzierungsmerkmal. Kunden und Partner erwarten heute, dass Services zuverlässig und verfügbar bleiben – unabhängig von Störungen oder Sicherheitsvorfällen. BCM schafft Vertrauen, stärkt die Reputation und unterstützt die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen.

Für die first frame networkers ag ist BCM ein zentraler Bestandteil der Serviceorientierung und der Unternehmenskultur. Auch wenn die Verantwortung für BCM bei den Kunden selbst liegt, unterstützt die first frame networkers ag sie mit technischen Lösungen, Beratungsleistungen und erprobten Vorgehensmodellen. Die definierten Prozesse, technischen Vorkehrungen und regelmässigen Tests stellen sicher, dass die angebotenen Leistungen auch unter erschwerten Bedingungen verfügbar bleiben und Kunden jederzeit auf ein stabiles, robust aufgestelltes Unternehmen zählen können.

«Die first frame networkers unterstützen Sie mit Beratung, technischen Lösungen und erprobten Vorgehensmodellen.»

BCM-Strategie mit konkreten Umsetzungsplänen

Das Business Continuity Management der first frame networkers ag basiert auf einem umfassenden BCM-Reglement. Dieses beinhaltet Zweck, Ziel, Grundsätze, die Business-Impact-Analyse sowie eine detaillierte Business-Continuity-Strategie. Insbesondere letztere geht in die Tiefe: Sie beschreibt den Umgang mit Ressourcen, die Struktur und Aufgaben des Krisenstabs, konkrete Behandlungspläne und – als besonders zentraler Bestandteil – die regelmässigen Übungen zur Überprüfung der Wirksamkeit der getroffenen Massnahmen.

Wir sind sehr stolz darauf, über ein ausgereiftes und umfangreiches Business Continuity Management zu verfügen, und überzeugt, in betriebskritischen Situationen gut vorbereitet zu sein. Gleichzeitig hoffen wir natürlich, dass solche Situationen selten bis gar nie eintreten – und dass unsere kontinuierlichen Massnahmen dazu beitragen, Risiken bereits im Vorfeld zu minimieren.

Oliver Hediger

Nach einer kaufmännischen Lehre in einer Zeltli-Fabrik absolvierte Oliver Hediger die Berufsmatura und studierte anschliessend Wirtschaftsinformatik an der ZHAW. Parallel zum Studium sammelte er wertvolle Erfahrungen in einer Liegenschaftsverwaltung, einer Betonprüffirma sowie bei der Schweizerischen Nationalbank. Seit Anfang 2026 setzt Oliver Hediger als Bereichsleiter Service Strategy & Design mit seinem Team neue Impulse, um unsere Dienstleistungen auf das nächste Level zu heben.

Oliver Hediger